Bundesweites Bündnisprojekt für mehr Mieterschutz

Beitrag

Organizing-Workshop des Bündnisprojekts „Wohnungsnot durch Umwandlung und Eigenbedarfskündigungen stoppen!“

Hausgemeinschaften, Initiativen und Baustadträt:innen wollen betroffene Mieter:innen organisieren

Pressemitteilung — Berlin, 9. März 2026

Veranstaltungshinweis:
Workshop für Hausgemeinschaften, Aktive und Betroffene
Termin: Donnerstag, 12. März 2026, 17:30 – 21:00 Uhr,
Ort: Kiezraum Dragonerareal, Obentrautstr. 19-21, auf dem Dragonerareal/Rathausblock, 10963 Berlin
 

„Die Selbstorganisierung der Mieter:innen in aufgeteilten und umgewandelten Häusern kann den entscheidenden Unterschied machen“ betont Florian Schmidt, Stadtrat für Bauen, Planen und Kooperative Stadtentwicklung im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg. „Darum unterstützen wir mit der AKS Gemeinwohl den Workshop und die Bündnisarbeit.“ Am 12. März veranstaltet das Bündnis „Wohnungsnot stoppen!“ einen Organizing-Workshop für Hausgemeinschaften, Betroffene und Aktive.

Ziel des Workshops ist es, Erfahrungen auszutauschen, Mieter:innen in umgewandelten Häusern zu organisieren und damit Strategien gegen Verdrängung zu entwickeln.

Kündigungen begründet durch Eigenbedarf der Eigentümer:innen gehören inzwischen zu den häufigsten Ursachen für Wohnungsverlust in Berlin. „Viele betroffene Mieter:innen stehen zunächst allein vor komplexen rechtlichen Verfahren, doch wer sich wehrt, hat gute Chancen, eine Eigenbedarfskündigung abzuwehren. Wir haben Grund zur Annahme, dass mindestens die Hälfte aller Eigenbedarfskündigungen fingiert sind. Die Gerichte schauen inzwischen genauer hin und geben auch nicht mehr jeder Begründung für den vermeintlichen Eigenbedarf statt“ sagt Sebastian Bartels, Geschäftsführer des Berliner Mietervereins und Mitglied im „Bündnis Wohnungsnot stoppen!“, mit Verweis auf eine aktuelle Studie aus seinem Haus.

Besonders ist dabei die Zusammensetzung der Veranstaltung:
Vier Baustadträt:innen aus Berliner Bezirken und unterschiedlichen Parteien beteiligen sich an dem Abend gemeinsam mit Mietervereinen, Initiativen und betroffenen Hausgemeinschaften. Diese Form der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Politik und zivilgesellschaftlichen Akteuren ist konstituierendes Merkmal des Bündnisprojektes.

„Eigenbedarfskündigungen werden oft als individuelles Problem einzelner Mieter:innen behandelt. Tatsächlich handelt es sich um ein strukturelles Problem des Wohnungsmarktes“, erklärt Korinna Stephan, Stadträtin für Stadtentwicklung in Reinickendorf

Der Workshop soll informieren, vor allem aber Betroffene zusammenbringen und gemeinsames Handeln ermöglichen. Erfahrungen aus verschiedenen Häusern sollen zusammengeführt werden, um daraus öffentlichkeitswirksame Maßnahmen zu entwickeln und die politische Arbeit zu stärken. Die Teilnahme ist selbstverständlich kostenlos.

Das Bündnis setzt sich neben der Unterstützung von Betroffenen auch für eine Reform der gesetzlichen Regelungen zu Eigenbedarfskündigungen ein. Zu den zentralen Forderungen gehören unter anderem:

  • Weitere Umwandlungen verhindern!
  • Gemeinwohl­orien­tierte Ankäufe stärken!
  • Transparenz schaffen!
  • Eigen­bedarfs­kündi­gungen einschränken!
  • Obdachlosigkeit verhindern!

Der Workshop knüpft an die Bündniskonferenz „Wohnungsnot stoppen!“ an, bei der im November 2025 zahlreiche Initiativen, Mieter:innenorganisationen und politische Akteur:innen gemeinsame Handlungsperspektiven entwickelt haben.

Weitere Informationen zum Workshop:
https://www.wohnungsnot-stoppen.de/veranstaltung/wohnungsnot-stoppen-workshop-fuer-hausgemeinschaften-und-aktive/

Beitrag im Netzwerk

In Zusammenarbeit von:AKS Gemeinwohl Baustelle Gemeinwohl Berliner Mieterverein e.V. Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Bezirksamt Mitte von Berlin Bezirksamt Pankow von Berlin Bezirksamt Reinickendorf von Berlin, Abteilung Stadtentwicklung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert