Altbau mit 10 Wohnungen am Lausitzer Platz. Das Haus steht seit Jahren unter Verwertungsdruck.
Bereits ab 2014 versuchten Eigentümer, das Haus durch Umwandlung, Modernisierung und Entmietung neu zu positionieren. Die Hausgemeinschaft organisierte sich dagegen und konnte einzelne Maßnahmen – u. a. durch Milieuschutz – zunächst abwehren.
In den Folgejahren setzte sich die schrittweise Verdrängung dennoch fort: Wohnungen wurden frei gezogen, modernisiert und deutlich teurer neu vermietet. Eine erneute Aktivierung der Hausgemeinschaft um 2019/20 verlief im Sande, nachdem ein kommunaler Ankauf nicht zustande kam.
Aktuelle Situation:
Ein Teil der ursprünglichen Bewohner*innen lebt noch im Haus, jedoch unter unsicheren Bedingungen. Es besteht ein befristeter Schutz vor Eigenbedarfskündigungen für die nächsten Jahre.
Einordnung:
Der Fall zeigt exemplarisch, wie Verdrängung auch in Milieuschutzgebieten schleichend erfolgt – selbst ohne vollständige Entmietung.
